Förderkonzept der Burgbergschule                                                                                       Stand  2010

Durch besondere Fördermaßnahmen versuchen wir dem Anspruch gerecht zu werden, jeder Schülerin und jedem Schüler erfolgreiches Lernen entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten zu ermöglichen.

Der Förderunterricht hat grundsätzlich die Aufgabe, Lernvoraussetzungen zu schaffen, die bei einzelnen Kindern nicht im erforderlichen Umfang vorhanden sind, um Lernen im Klassenverband zu ermöglichen, Lernlücken aufzuarbeiten und schwerwiegenden Lernschwierigkeiten abzuhelfen. Darüber hinaus darf sich unserer Ansicht nach Förderung aber nicht auf die Aufarbeitung von Defiziten beschränken, sondern wir versuchen, durch besondere Angebote auch den Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, die aufgrund besonderer Begabungen im Klassenunterricht oft unterfordert sind.

Besondere Fördermaßnahmen finden in Kleingruppen statt, damit gewährleistet wird, dass einzelnen Kindern individuelle Förderung im Dialog mit einer Lehrperson ermöglicht wird. Die Kleingruppen werden entsprechend der Förderpläne der Schülerinnen und Schüler in der Regel klassenübergreifend gebildet.

 

Organisation

RIK-Konzept

Seit 2003 nimmt die Burgbergschule am RIK teil. Rechnerisch stehen pro Klasse 2 Stunden durch Fachkräfte der Förderschule zur Verfügung.

Aufgabe und Ziel: präventive und integrative Förderung von Kindern in der Grundschule ihres Wohnortes.

Da im Konzept schwerpunktmäßig präventiv gearbeitet werden soll, werden mehr Stunden in den ersten beiden Schuljahren gegeben als in Klasse 3 und 4.

Es ergeben sich folgende Aufgabenbereiche:

-   Beobachtung  und Diagnose von einzelnen Kindern im Klassenverband und in der Kleingruppe bzw. in der Einzelarbeit

-   Beratung von Grundschullehrkräften und Hilfe bei Förder-, Differenzierungs- und Entlastungsmaßnahmen und Erstellen von Förderplänen

-   Information und Beratung von Eltern über mögliche schulische, außerschulische und häusliche Fördermöglichkeiten

-   Austausch mit Therapeuten und Psychologen

-   Förderunterricht in innerer und äußerer Differenzierung.

  Um den Förderunterricht so intensiv und individuell wie möglich zu gestalten, findet er meist in Kleingruppen parallel zum Unterricht statt. Der Förderunterricht setzt an den Voraussetzungen des jeweiligen Kindes an und lässt die Kinder bewusst  auch ihre Stärken erfahren. 

  Förderschwerpunkte in den einzelnen Jahrgängen sind im allgemeinen:

 

1.   Schuljahr

      auditive und visuelle Wahrnehmung, phonologisches Bewusstsein, Graphomotorik, mündlicher Sprachgebrauch, Lesen, Schreiben

      Zahlbegriff, Operationen auf Handlungsebene, Arbeit mit verschiedenen Anschauungshilfen

     

2.   Schuljahr

      Deutsch: Schreiben in Silben, phonologisches Bewusstsein, Lesen, mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch,

      Mathematik: Stellenwertsystem, Sachrechnen,Veranschaulichung auf verschiedenen Ebenen, Benutzung von Hilfsmitteln

     

3./4. Schuljahr

             Deutsch: Rechtschreibung, Sprachgebrauch, Lesen, Grammatik

      Mathematik: Stellenwertsystem, Einsatz von Hilfsmitteln, Sachrechnen

     

  Bewegungsförderung

Sportförderunterricht kann in der Burgbergschule nicht mehr erteilt werden, da die Zusatzstunden dafür gestrichen wurden.

Um unsere Schülerinnen und Schüler trotzdem zur Bewegung anzuregen, ist im Betreuungskonzept der Schule eine Stunde Bewegung pro Woche für die Betreuungskinder vorgesehen. Für die Kinder der Klassen 3 und 4 wird eine Stunde „Frühsport“ angeboten. An dieser Stunde können Kinder spontan vor dem regulären Unterricht in der 0. Stunde teilnehmen.

  Sprachförderung für Schüler nicht-deutscher-Herkunft

  1.Sprachförderung vor der Einschulung

  Im letzten Jahr vor der Einschulung werden Kinder gefördert, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht nach der Einschulung zu gewährleisten. In unserem Einzugsgebiet trifft das derzeit, und traf auch in der Vergangenheit nur auf sehr wenige Kinder zu.

Aus organisatorischen Gründen findet der Unterricht in einer Kleingruppe in der Schule statt.

Da diese Kinder oft auch andere Probleme als Sprachprobleme haben hat der Unterricht in der Schule den positiven „Nebeneffekt“, dass die Kinder schon ein Jahr früher Zeit haben, sich zumindest mit den äußeren Gegebenheiten und auch Regeln in der Schule vertraut zu machen.

  2.Förderunterricht begleitend zum Schulbesuch

Für Schülerinnen und Schüler mit anhaltenden Schwierigkeiten in der deutschen Sprache, die ihren Lernerfolg in den Lehrgängen beeinträchtigen, bieten wir Förderunterricht „Deutsch als Zweitsprache“ an. Dies betrifft zum einen die Kinder, die schon vor Schuleintritt gefördert wurden, deren Fortschritte aber noch nicht ausreichend sind, zum anderen aber auch Kinder die zuziehen oder deren Schwierigkeiten erst nach Schuleintritt auffallen, wenn die Anforderungen steigen und es nicht mehr nur um Verständigung geht.

Organisation der Förderangebote Deutsch als Zweitsprache, Deutsch, Mathematik, Sozial-emotionale Entwicklung, Besondere Begabungen

Für die Förderung in den o.g. Bereichen stehen der Schule insgesamt 18 Lehrerstunden zur Verfügung (Schlüssel 71 und 76)

Bei der Stundenverteilung für das jeweils kommende Schuljahr werden ausreichend Vertretungsstunden auf der Basis von Erfahrungswerten für geeignete Lehrer eingeplant.

Zu Beginn des Schuljahres wird jeweils abgefragt welche Kinder in welchen Bereichen Förderbedarf haben, der nicht durch RIK-Stunden abgedeckt wird.

Anschließend erfolgt die Einteilung in entsprechende Fördergruppen nach folgenden Prioritäten:

1.      Sprachförderung vor der Einschulung (1 Stunde pro Kind nach Erlass)

2.      Deutsch als Zweitsprache, je nach Bedarf 1 Gruppe pro Jahrgang

3.      Förderunterricht Lesen und Schreiben / Mathe: je 1 Stunde pro Jahrgang

4.      Begabtenförderung: je 1 Stunde für Jahrgang 2, 3 und 4

5.      Sozial-emotionale Entwicklung

 

Die Schülerinnen und Schüler werden jeweils in Kleingruppen zusammengefasst.

Die Einteilung der Gruppen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Fachlehrern.

Der Förderunterricht wird von Lehrkräften erteilt, die dafür qualifiziert sind, soweit möglich unterrichten sie Deutsch oder Mathematik im entsprechenden Jahrgang.

Förderunterricht DAZ, Deutsch und Mathematik wird möglichst außerhalb des regulären Unterrichts erteilt.

Das heißt für Jahrgang 1 und 2 in der 5. Stunde, für Jahrgang 3 und 4 im Förderband in der 0. Stunde.

Sowohl bei der Begabtenförderung als auch bei DAZ sollen die Schülerinnen und Schüler möglichst nicht aus 2-stündigen Fächern abgezogen werden.

Im Stundenplan erfolgt eine entsprechende Feinabstimmung.

Lehrer, Eltern und Schüler werden über die Förderkurse informiert.

Im laufenden Schuljahr werden die Angebote bzw. die Teilnahme an veränderte Bedürfnisse angepasst.

Spätestens zu Beginn des 2. Halbjahres werden entsprechende Förderangebote für Jahrgang 1 eingerichtet. Bis dahin werden die Erstklässler intensiv von der Förderschullehrkraft betreut.